KMF-Sanierung in Usingen und im Hochtaunuskreis

Geöffneter Installationsschacht mit alter Abflussleitung, Kupferrohren und Mineralwolldämmung

Alte Glas- und Steinwolle – fachlich künstliche Mineralfasern (KMF) – steckt in unzähligen Dächern, Installationsschächten, Zwischendecken und Rohrdämmungen. Material, das vor 1996 eingebaut wurde, gilt ohne Nachweis als krebsverdächtig und darf beim Ausbau nicht einfach in den Bauschuttcontainer wandern. Wir erfassen, demontieren und entsorgen KMF fachgerecht nach TRGS 521 – in Usingen, im Hochtaunuskreis und im Rhein-Main-Gebiet.

Was sind KMF und wo kommen sie vor?

Bei KMF handelt es sich um künstliche Mineralfasern wie z.B. Glaswolle, Steinwolle oder Schlackenwolle. Ca. 60 % des gesamten Dämmstoffmarktes werden von Mineralfasern eingenommen. KMF finden Sie vor allem in Wärmedämmungen, Schalldämmungen und Isolierungen sowie in:

  • Außen- und Innenwänden
  • Dachschrägen, Dachräumen und Dachdeckungen
  • Decken und Fußböden
  • Fensterfugen
  • Rohrleitungen, Klimakanälen und technischen Anlagen
  • Elektrospeicher-Heizgeräten
  • Brandschutzklappen und Brandschutztüren
Freigelegte Holzkonstruktion eines Flachdachs mit gedämmten Lüftungsleitungen und Abwasserrohren
Nach dem Rückbau sichtbar: Tragkonstruktion, Leitungen und alte Dämmung

Gesundheitsgefahr und KI-Index

Wie beim Asbest entstehen auch bei KMF mikroskopisch kleine, lungengängige Fasern, die ebenso chemisch resistent und nicht heraustransportierbar sind. Freie Asbestfasern und KMF können bei hoher Konzentration Krebs der Atmungsorgane sowie des Brust- und Bauchraumes hervorrufen. Von der Einatmung bis zum Ausbruch der Krankheit können Jahre vergehen. KMF sind so klein, dass sie wie Staub ständig in der Luft gehalten werden. Der KI-Index (Kanzerogenitätsindex) unterteilt KMF in drei Kategorien:

  • Kategorie 2 (krebserzeugend): KMF mit einem KI kleiner als 30
  • Kategorie 3 (mögliche krebserzeugende Wirkung): KMF mit einem KI größer als 30 und kleiner als 40
  • Ohne Einstufung als krebserzeugend: KMF mit einem KI größer als 40

KMF, über die keine Angaben zu ihrer krebserzeugenden Wirkung vorliegen, sind in die Kategorie 2 einzustufen. Für den Umgang mit KMF der Kategorie 3 und insbesondere der Kategorie 2 gelten spezielle Vorschriften hinsichtlich technischer, organisatorischer und personeller Schutzvorkehrungen.

Woran Sie kritische Mineralwolle erkennen

  • Einbaujahr vor 1996: Ältere Dämmwolle ist ohne Nachweis als krebsverdächtig einzustufen.
  • Fehlendes RAL-Gütezeichen: Neue, unbedenkliche Mineralwolle trägt in der Regel eine entsprechende Kennzeichnung.
  • Typische Fundorte: Installationsschächte und Rohrdämmungen, Dachschrägen, oberste Geschossdecken, Zwischendecken, Lüftungskanäle.

Unser Vorgehen bei der KMF-Demontage

  • Bewertung: Einstufung des Materials, Festlegung der Schutzmaßnahmen nach TRGS 521 und Gefahrstoffverordnung.
  • Abschottung und Absaugung: Der Arbeitsbereich wird abgetrennt, freigesetzte Fasern werden direkt an der Entstehungsstelle abgesaugt.
  • Staubarmer Ausbau: Dämmstoffe werden nicht gerissen, sondern staubbindend behandelt und direkt in reißfeste Säcke verpackt.
  • Entsorgung: Abtransport als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis.
  • Wiederaufbau: Auf Wunsch übernehmen wir im selben Zug den Leitungs- oder Dämmungstausch – ein Ansprechpartner statt zwei Gewerke.
Neu eingebaute Abflussleitung mit Schlauchadapter und Rohrbelüfter im Installationsschacht
Nachher: neu eingebaute Steigleitung mit fachgerechtem Anschluss

Häufig gemeinsam mit dem Rohrtausch

Besonders oft trifft man KMF beim Öffnen von Installationsschächten: Steigleitungen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren sind regelmäßig mit alter Mineralwolle umhüllt. Wer die Abflussleitung erneuert, muss die Dämmung ohnehin ausbauen – dann sollte sie gleich korrekt erfasst und entsorgt werden. Wir kombinieren beides in einem Arbeitsgang, damit der Schacht nur einmal geöffnet werden muss.

Anfrage und Beratung

Sie planen einen Dach-, Decken- oder Rohrtausch und wissen nicht, wie die alte Dämmung einzustufen ist? Von Usingen aus sind wir im Hochtaunuskreis und im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Jetzt unverbindlich anfragen – telefonisch unter +49 176 47828989 oder per E-Mail an info@sca-dienstleistung.de.

Alle Leistungen im Überblick: Schadstoffsanierung, Rückbau & Abbruch in Usingen.